St. Agatha Grunern

 
Wissenswertes zur Pfarrei St. Agatha
 
Grunern ist seit 1974 ein Stadtteil von Staufen im Breisgau in der Vorbergzone des Südschwarzwalds.  Grunern hat ca. 960 Einwohner (Stand: 2017).

Geschichte:

 
Der Ort wird 1144 und 1185 (in einer Fälschung des 13. Jahrhunderts) zuerst erwähnt. Gesiedelt wurde hier aber schon weitaus früher, denn bereits in der ersten Urkunde wird von „Gruonre cum ecclesia“ gesprochen, also dem Ort selbst mit der Kirche, die nicht das erste Bauwerk gewesen sein kann. Auch war der Weiler Kropbach schon 1028 bewohnt, wie einer kaiserlichen Urkunde über die dort nach Silbererz schürfenden Bergleute zu entnehmen ist. Der Ortsname Gruonre, Groira, Grunr ist nach Form und Inhalt nicht gedeutet. Schon 1283 war die Vogtei im Besitz der Herren von Staufen. Nach dem Erlöschen von deren Geschlecht 1602 fiel die Herrschaft an das habsburgische Vorderösterreich zurück, unter dessen Landeshoheit der Ort schon seit dem 15. Jahrhundert stand. 1628 wurde sie zusammen mit Staufen an Schauenburg verpfändet und 1738 an das Kloster St. Blasien verlehnt, das den Ort sehr förderte: das Bärenbad wurde ausgebaut, das Volksschulwesen gefördert und das Schulhaus errichtet. In badischer Zeit gehörte Grunern zum Bezirksamt Staufen, seit 1936 zum Bezirksamt/Landkreis Müllheim. 1974 wurde es nach Staufen eingemeindet. 
 
 
Kirche St. Agatha
 
Erst durch Joseph II. wurde 1786 ein Pfarrer eingesetzt und ein Pfarrhaus errichtet, da sich die Einwohner Grunerns zuvor durch St. Trudpert ausreichend seelsorgerisch versorgt fühlten. Die Agatha von Catania geweihte Kirche besteht indes schon länger, da seit 1659 am 5. Februar der Patroziniumstag gefeiert wird. Zur Ausstattung der Kirche gehören eine Madonna von Wilhelm Walliser sowie eine Abendmalszene von Simon Göser. Seit 2007 ist die Kirche im Besitz einer feinen zweimanualigen (+Pedal) Orgel der Firma Wolfram Stützle (Waldkirch).